Projekte
Solo-Performance
Am Clavichord oder Orgel-Portativ biete ich Programme nach Wunsch mit Neuer
und Alter Musik sowie Improvisationen und Kompositionen für kleine und
grosse Räume an. Beispiele aus meinen vergangenen Programmen sind:
Orgel-Portativ: « 14. Jh l’âge d’or de l’Estampie »
Werke aus dem London Manuscript (Add ms 29987)
Orgel-Portativ: « Et je m’épuise d’être là »
Programm gestaltet um das Werk von Jean-Pascal Chaigne
Orgel-Portativ: Vertonung des Psalms 130 (freie Improvisation)
Clavichord: « Le chant du clavicorde »
Eigene Komposition und Orgeltabulaturen des Lochamer-Liederbuchs (Gesamtwerk)
Clavichord: Robertsbridge-Codex (Add ms. 28550), Gesamtwerk
Ensemble «Lumières médièvales»
Programm «Das Lochamer-Liederbuch»
Das Lochamer Liederbuch zählt zu den bedeutendsten Quellen deutschsprachiger Musik aus dem 15. Jahrhundert. Benannt wurde es nach der Person, die es um 1500 herum besass und uns durch eine Notiz inmitten der Handschrift als «Wolflein von Lochamer» bekannt ist. Angefertigt wurde das Manuskript jedoch, wie Datumseinträge belegen, bereits um 1452. Es enthält einen Lied- sowie einen Instrumentalteil und sein Hauptschreiber war wohl ein gewisser Frater Judocus von Windsheim. Quellen belegen, dass er aus dem Nürnberger Raum stammte und zum Umfeld des berühmten blinden Organisten und Lautenisten Conrad Paumann zählte. Paumanns Ruhm hallt als Gravur auf seinem Grabstein nach, die ihn nicht nur als kunstreichsten Meister aller Instrumente, sondern sogar der Musik bezeichnet.
Seine Bedeutung für die Musikkultur spiegelt sich in der wegweisenden «Paumann Schule». Ein zentraler Teil derer ist es, vokale Vorlagen idiomatisch auf dem Instrument auszudrücken. Diese als Intavolieren bezeichnete Technik ist vergleichbar mit einer heutigen Jazzpianistin, die einen aktuellen Song auf dem Klavier hervorzaubert. Diese kulturelle Praxis überliefert uns unter anderem der Instrumentalteil des Manuskripts.
Der musikalische Schatz, den das Lochamer Liederbuch birgt, ist in der heutigen Konzertlandschaft leider nicht verankert und stellt somit ein verlorenes Kulturgut dar. Dies betrifft nicht nur die Musik an sich, sondern auch die kulturelle Praxis des Intavolierens. Das Konzertprogramm belebt somit einerseits das Liedgut und die historische Kunst, dies zu bearbeiten, wieder. Andererseits ermöglicht es dem heutigen interessiertem Publikum den Zugang zu dieser kulturellen Praxis.
Arabella Cortese, Gesang
Irina Döring, Laute
Thibault Viviani, Blockflöte
Alexandre Jaques, Orgel Portativ, Clavicymbalum
« Das Quintett / Le quintet »
Das Quintett / le quintet widmet sich seit Anfang 2023 der freien Improvisation.
Die fünf MusikerInnen aus drei Sprachregionen spielen konsequent an und mit den Grenzen von Klang und Geräusch, Verbindung und Autonomie, Instrumental- und Umgebungsmusik. In der Verschränkung von Hingabe an den gegenwärtigen und Ahnungslosigkeit über den nächsten Moment laden sie ihr Publikum ein, Grenzgänge über das gewohnte Hören hinaus gemeinsam zu beschreiten.
Nicole Bloch, Klavier, Querflöte
Kathrin Suhner, Cello
Simon Ayling, Violine
Loïc Veya, Kontrabass
Alexandre Jaques, Orgel portativ, Akkordeon